• Musikverein "Harmonie" Füssen e. V.
    Gaufest 2017
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    Musik aus Leidenschaft
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  • Konzertsaison im Klosterhof endet

    Mit einem letzten Kurkonzert verabschieden sich die Musiker der Harmoniemusik Füssen am Samstag, 30. September, ab 18 Uhr im Klosterhof aus der Saison. Auf dem Programm stehen neben Klassikern der Saison drei Solisten-Stücke und neue Werke. In mehr als zehn Kurkonzerten hat die Harmoniemusik seit Mai im zweiwöchigen Rhythmus Einheimischen wie Touristen traditionelle sowie konzertante Blasmusik serviert. Mit dem Beginn des Herbstes, der kühlen Witterung und dem früheren Einsetzen der Dunkelheit endet auch die Saison der Standkonzerte, nach der sich die Musiker zur Vorbereitung auf das Adventskonzert zurückziehen.

  • Hier ein Video zum Gaufest des Oberen Lechgauverbands 2017

  • Der Jüngste ist der Beste -  AZ 26.05.17

    Die Musiker der Harmoniemusik Füssen haben für einen Nachmittag ihre Instrumente gegen Kegelkugeln getauscht. Beim traditionellen Vereinskegelturnier stellte sich heraus, dass der jüngste Teilnehmer Simon Ullrich nicht nur hinter dem Schlagzeug eine gute Figur macht: Er wurde auch Kegelmeister. Den zweiten Platz belegte Susanne Wengert vor Edmund Dopfer (links). Das Foto zeigt die Sieger mit Harmoniemusik-Vorsitzendem Reiner Schneider.

  • Ein Konzert, viele Glanznummern - AZ 11.04.17

    Ein Konzert, viele Glanznummern

    Harmoniemusik Füssener Orchester bietet unter Dirigent Markus Thaler trotz knapper Besetzung ein anspruchsvolles Programm und erntet verdienten Applaus. Eine Reminiszenz darf nicht fehlen

    VON KLAUS BIELENBERG

    Füssen Das Konzert der Harmoniemusik Füssen hat einen Abend mit vielen Glanznummern auf hohem Niveau geboten. Markus Thaler, der erst seit zwei Jahren die Blaskapelle leitet, hatte mit seinen Musikern ein äußerst anspruchsvolles Programm zusammengestellt. Es war gespickt mit Stücken aus der Ober- und Höchststufe. Die Zuhörer in der gut gefüllten Aula des Gymnasiums waren sichtlich begeistert. Wenn man bedenkt, dass die Register teilweise nur mit einem oder wenigen Musikern besetzt sind, verdient die Leistung der Kapelle höchstes Lob. Es musste wohl viel Fleiß, eiserner Wille und Konsequenz in der Probenarbeit aufgebracht werden. Zudem gelang es Thaler offensichtlich, seine Musiker zu beflügeln und zu begeistern. Befreundete Musiker aus anderen Kapellen integrierten sich hervorragend in den Klangkörper.

    Einen versierten Moderator hatte die Kapelle mit Dr. Paul Wengert, der als „Reiseleiter auf einer großen musikalischen Reise“ in seinen Ansagen jedes Stück detailliert erklärteund wertvolle Informationen zu den einzelnen Komponisten gab.

    Majestätische Fanfaren mit leuchtenden Blechbläsern und rhythmische Spannung setzten einen kraftvollen Anfang im „Concert Prelude“ von Philip Sparke. Anschwellende harmonische barocke Bläserakkorde und eine liedhaft geführte Melodie im hohen Holz ließen beim „St. Thomas Choral“ von Pavel Stanek die volle Entfaltung der Ausdruckskraft des Klangkörpers zu. Nur etwa sechs Minuten, nicht 80 Tage, dauerte die Reise um die Welt in dem spannenden, filmmusikartigen Werk von Otto M. Schwarz. Die einzelnen Register vermittelten mit ihren herrlichen Klangfarben vielfältige Hörbilder Indiens, Arabiens und Europas. Höhepunkt und zugleich Herausforderung war die Darbietung der viersätzigen Suite „The Wind in the Willows“ von Johann de Meij. In einer Hommage an das gleichnamige Kinderbuch werden Instrumente und Schlagwerk in hohem Maße für Lautmalereien gefordert. Die tiefen Register erledigten selbstbewusst ihren Part beim geheimnisvollen Fluss. Den Kontrast mit leichtem Wellenschlag übernahmen gekonnt Klarinetten und Flöten. Die Soloposaune entpuppte sich als extravaganter Kröterich mit verrückten Eskapaden. Ratte und Maulwurf sonnten sich im gefälligen Fluss der Melodie und schließlich entlud sich alles in einer triumphalen Parade.

    Beliebte Filmmusiken waren vor allem im zweiten Teil des Programms eingebaut. Die bekannten Melodien Toshio Mashimas in „Beauty and the Beast“ kamen so locker herüber, dass die kniffligen Tonwechsel und Tempi gar nicht auffielen. Große symphonische Blasmusik bot die Kapelle mit „Moment für Morricone“, arrangiert von De Meij. Die Bilder des Wilden Westens zogen vor das geistige Auge. Gänsehautcharakter war angesagt bei „Spiel mir das Lied vom Tod“. In „Miss Marple“ von Ron Godwin gefielen die stakkatoartigen Einschübe, die den schrulligen Charakter dieser Figur trefflich zeichneten. Gut gelang die Mischung aus Sportfanfare und Rockmusik in „Gonna Fly Now“ von Bill Conti. Ein Ohrenschmaus war der swingende „Jazzwaltzer“ von Otto M. Schwarz.

    Nach langem Beifall durften bei den Zugaben die Märsche nicht fehlen und in Füssen schon gar nicht der „König Ludwig II. Marsch“, der zusammen mit dem „Castaldo Nova“ zu Gehör gebracht wurde. 

    Ehrungen für Musiker

    ● Gottfried Groß, Vorsitzender des Bezirks 3 Füssen im Allgäu Schwäbischen Musikbund, überreichte Urkunden für langjährige Mitgliedschaften:
    » 25 Jahre Susanne Wengert » 15 Jahre Christa Luitz, Lisa Schneider, Wera Schneider und Christian Rauch
    »Zehn Jahre Daniel Ziegler, Rebek ka Loderer und Sandra Linder
    ● Der Vorsitzende der Harmoniemusik, Reiner Schneider, übergab Urkunden an: Patrizia Köpf (zehnjährige Vorstandstätigkeit, Karin Ansorg (zehn Jahre), Ulrike Loderer (30 Jahre Mitglied), Tobias Rösler (20 Jahre Mitglied) und Winfried Kröner (schei det nach zehn Jahren aus Gesund heitsgründen aus). (kb)

  • Musiker sind vorsichtig optimistisch - AZ 09.02.17

    Jahresversammlung Harmoniemusik Füssen trat 130 Mal auf. Vorstand freut sich auf Standkonzerte im Klosterhof, das Gautrachtenfest und hat Investitionen geplant 

    Füssen Vorsichtiger Optimismus steht bei der Harmoniemusik Füssen an vorderster Stelle. Nach schweren Monaten und zusammen mit dem neuen musikalischen Leiter Markus Thaler, der mittlerweile seit eineinhalb Jahren am Dirigentenpult steht, sieht der Verein eine positive Zukunft für die Kapelle.

    Als Vorsitzender wisse er nun, nachdem er die Vereinsführung vor einem Jahr übernommen habe, wie viel Arbeit, Engagement, Leidenschaft, aber auch Freude diese Aufgabe mit sich bringe, stellte Reiner Schneider bei der Jahresversammlung im Musiksaal fest. Insgesamt hatte die Kapelle über 130 Einsätze zu bewältigen – und dies trotz dünner Personaldecke. Von den 32 Aktiven sind sieben Musiker aufgrund von Studium oder auswärtigem Wohnort nur unregelmäßig präsent. „Trotz dieser personell angespannten Situation hatten wir unter anderem mit der Serenade im Klosterhof, dem Adventskonzert in der Stephanskirche und nicht zuletzt elf Standkonzerten am Stadtbrunnen, die übrigens 2017 wieder im Klosterhof von St. Mang stattfinden werden, uns gut präsentiert“, sagte Schneider. Als große Herausforderung sieht er das Gautrachtenfest Ende Juli 2017 in Füssen, bei dem einige Auftritte anstehen. 

    Geschäftsführer Andreas Ullrich betonte, dass die derzeit gute Kassenlage darauf basiere, dass die vorherige Vorstandschaft „ordentlichst“ gewirtschaftet habe. Jedoch stehen 2017 einige große Brocken finanzieller Art auf dem Programm. Für Instrumente werden rund 7500 Euro benötigt, ein Faltzelt für die Konzerte im Klosterhof kostet circa 4000 Euro und bei der Neuanschaffung von Trachten für die Jugend und Damen müsse man mit mindestens 10 500 Euro rechnen. Für Letzteres seien Förderzusagen in Höhe von rund 2000 Euro zu erwarten – 1500 Euro vom Landkreis Ostallgäu.

    Mit einem Dank an alle, die ihn die letzten Wochen und Monate unterstützt haben, begann Dirigent Markus Thaler seinen mit viel Engagement vorgetragenen Rückblick auf 2016. Ein „Knaller“ war für ihn die 74-prozentige Teilnahme an den Proben, bei der Vorsitzender Schneider mit 96 Prozent hervorstach. Besonders erfreulich war für ihn die Entscheidung, die Standkonzerte 2017 wieder im Klosterhof abzuhalten. „Denn da gehören wir hin - das ist der passende Rahmen.“ Die erfolgreichen Auftritte unter anderem bei der Bezirksversammlung, beim Musikfest in Schwangau, beim Gautrachtenfest in Bidingen und das hervorragende Adventskonzert in der Stephanskirche haben der Harmoniemusik viel Lob eingebracht. 

    Eingefahrene Wege verlassen

    „Ich liebe meine Arbeit mit Euch und habe großes Vertrauen, dass sich alles zum Guten wendet“, sagte der Dirigent. Getreu dem Motto: Einer für alle - alle für einen. Thaler fügte hinzu: „Wir als Verein haben den freien Fall nach meiner Meinung aufhalten können und sollten uns jetzt daran machen, den großartigen Verein wieder aufzubauen.“ Noch sei man von diesem Ziel ein Stück weit entfernt, aber man könne durchatmen, werde noch manches über Bord werfen müssen, aber vieles werde zukünftig auch Bestand haben. „Wir sollten eingefahrene Wege verlassen sowie den Mut und Glauben dazu haben, Neues zu wagen“, richtete er seinen Appell an die Musiker. (cl)

  • Publikum feiert die neue Harmonie - AZ 01.12.16

    Publikum feiert die neue Harmonie 

    Adventskonzert Viel Applaus in der Franziskanerkirche für Füssener Kapelle und ihren neuen Dirigenten Markus Thaler 

    VON WERNER HACKER 

    Füssen Die Stühle im Seitengang von St. Stephan waren nicht umsonst aufgestellt worden. Sonst hätten etliche Besucher in der Füssener Franziskanerkirche das großartige Adventskonzert der Harmoniemusik unter der Leitung von Markus Thaler recht unbequem im Stehen genießen müssen. Nach über 60 Minuten Hörgenuss standen einige Zuhörer auf, um den knapp 30 Instrumentalisten zu danken. Die Standing Ovations, unterstützt vom starken Applaus des noch wie gebannt sitzenden Publikums, galt dem Füssener Orchester, dem der Dirigentenwechsel gutgetan hat.

    Frischzellenkur tut gut

    „Jugend musiziert“ kann der neue Leitsatz sein, denn auch die Musiker, die treu viele Jahre zu ihrem Verein stehen, wurden vom talentierten „Harmonie“-Nachwuchs in die Frischzellenkur des zuvor stark ermüdeten Klangkörpers mit eingebunden.

    Dass Eigengewächs Thaler – inzwischen 35 Jahre alt – den Taktstock übernahm, gilt als Glücksgriff, wie nach dem Konzert zu hören war. In den Gesprächen mit unserer Zeitung berichtete ein Bläser von seinem Comeback, das erfreulicherweise dazu führte, dass der Sohn im Advent mit dem Vater musiziert. Freude am gemeinsamen Musikmachen ist allein kein Kriterium für ein gutes Konzert. Bei den Proben unter Thaler herrsche große Disziplin. Eingeübt werden Kompositionen, die präzise auf den Punkt dargeboten auch kritischen Zuhörern Anerkennung abverlangen. Mit dem Popsong „The Rose“ bewies die Harmoniemusik, wie sensibel sie einem oft gehörten Stück ihren eigenen Stempel aufdrücken kann. Effekt: Die gute alte, unterm Schnee auf den Frühling wartende „Rose“, ein Symbol für die Liebe, wirkte in der Tat ziemlich taufrisch beim diesjährigen Adventskonzert. 

    Auf eine weitere Qualität des unter Thaler neu formierten Orchesters wies Dr. Paul Wengert in seinen für die Zuhörerschar informativen Zwischentexten hin. Mit „Signature“ von Jan van der Roost sei der Harmoniemusik in der Franziskanerkirche eine „festliche und fanfarenhaft-kraftvolle Begrüßung“ gelungen. Wengert hatte bereits zu Beginn angekündigt: Das diesjährige Konzert spanne einen weiten musikalischen Bogen in unterschiedlichen Stimmungslagen. So ging es nach dem „sowohl rhythmisch als auch instrumental anspruchsvollen“ lyrischen Werk des Belgiers eher getragen weiter in den Mittelmeerraum. Das Totenglöckchen leitete die von der Harmoniemusik stark zelebrierte „korsische Litanei“ aus der Feder von Vaclav Nelhybel ein: eine Trauermusik von düsterer Schönheit.

    Wirklich nicht zu viel versprochen hatte die Ansage, als Wengert davon sprach, dass es die große Kunst des Finnen Ilari Hykilä vermag, Zuhörer in eine Landschaft zu entführen, die „gewaltig, ausgedehnt und inspirierend“ sei. Die Interpretation des Werks war wunderbar gelungen. Gerne würde man noch mehr von diesem Komponisten hören.

    Ein Medley mit Weihnachtsliedern durfte im Programm mit europäischem Zuschnitt nicht fehlen, bevor Reiner Schneider, Vorsitzender der Harmoniemusik Füssen, seinen Dank für eine rundum gelungene Kulturveranstaltung aussprach. Später sah man im Publikum und bei den Instrumentalisten richtig glückliche Gesichter.

  • Schwung in die Stadt - AZ 27.09.16

    FINALE ZUM SOMMERAUSKLANG ERNTET DIE HARMONIEMUSIK IM KLOSTERHOF VIELE BRAVOS. KÜNFTIG SPIELEN SIE DORT ÖFTER

    VON PHILOMENA WILLER

    Füssen Lieblingsstücke von Musikern und Publikum, dazu neu Erarbeitetes und einen Ausblick auf die nächste Saison hat die Harmoniemusik Füssen bei der Serenade zum Sommerausklang im Klosterhof geboten. Es kam zwar herbstliche Kühle auf, doch das neu erworbene Zelt wurde nur für den Getränkestand gebraucht.

    Das erste „Bravo!“ war schon beim Radetzkymarsch zu hören und viele weitere sollten folgen. Nach Johann Strauß Vater stand der Sohn auf dem Programm mit der Annen Polka, dem berühmten Schwipslied, gemächlich beginnend, und, wie alle Stücke, mit Akkuratesse und Exaktheit dirigiert von Markus Thaler. Die Walzerperlen, das so beliebte Arrangement schönster Walzer von Walter Tuschla, und der feierliche Konzertmarsch „Schwert und Lanze“ beschlossen den traditionellen Teil temperamentvoll. Neben ihren interessanten Ansagen hatten Lisa und Andreas ein großes Dankeschön zu sagen an Fleiß und Engagement der Musiker eine lange Saison hindurch und besonders an Dirigent Thaler, der seit Ende 2015 das Orchester „zu ungeahnten Höhen“ führte. Mit großer Freude hörte man, dass künftig die Standkonzerte durchweg im Klosterhof stattfinden.

    Die sechziger Jahre machten den Anfang des modernen Teils mit „Musik ist Trumpf“ und Erinnerungen an Shows und Stars der Fernsehunterhaltung. „Enjoy the music“ („Genieße die Musik“) von Thomas Doss bot jugendlich frische Unterhaltungsmusik, gefolgt von mitreißendspritzigem Swing mit „Double Dutch“ (Dizzie Stratford). Mit dem „Eighties Flashback“, einem Medley legendärer Songs von Michael Jackson und Bon Jovi, ging es in die Achtziger. Vorfreude aufs nächste Jahr und italienisches Temperament versprühten der Mix von Italo-Classix und den swingenden „Storie di tutti i giorni“ . Großer Applaus dankte der Kapelle, die solchen Schwung in die Stadt bringt. 

  • Freude auf Sommer mit Harmonie - AZ 12.05.2016

    Serenade Auftritt des Füssener Blasorchesters im Klosterhof nicht nur wegen des Wetters spannend

    Füssen Spannend in mehrfacher Hinsicht war die Serenade der Harmoniemusik Füssen in der so inspirierenden Atmosphäre des Klosterhofs. Denn an dem wunderschönen Maiabend, der die Besucher anlockte, fiel mit dem ersten Ton auch der erste Regentropfen.
    Mit dem großen Konzertmarsch „Attila“ von Julius Fucˇík stand am Anfang die Beherrschung des sozusagen klassischen Fachs vor der Reise ins Reich der „Mythen und Legenden“ und damit in den Bereich moderner Orchestermusik. Das höchst dramatische Tongemälde Pilatus (Mountains of Dragon) von Steven Reinecke setzt die Sagenwelt um das Schweizer Bergmassiv in eindrucksvoller Instrumentierung in Musik um. Es wabern Nebelschwaden, Abenteurer sind auf der Suche nach dem Drachen, harte Kämpfe, Hexenzauber, ein höchst farbiges Spiel bis zum ruhigeren versöhnlichen Ausklang. Der Drachen brachte allerdings wirklich Regen mit und damit eine unfreiwillige Pause. Doch der Mut der Musiker, die ihre Instrumente eine Viertelstunde später wieder hervorholten und das Ausharren der Besucher wurden belohnt. Es wäre jammerschade gewesen um die folgenden Stücke stimmungsvoller Romantik. Dank der beiden Sprecher Lisa und Andreas konnte das Publikum sich in die Kompositionen hineinversetzen. So tauchten in den fließenden Klangfarben der „Yorkshire Ballad“ die Täler und Hügel jener ursprünglichen nordenglischen Landschaft auf. In jedem Stück lebt sich Dirigent Markus Thaler geradezu hinein in die Musik, leitet seine Musiker mit feinem Gespür, und diese, so war zu merken, sind von Gemeinschaftssinn getragen.
    Dass „Atlantis“ ein Lieblingsstück der Harmoniemusiker ist, konnte man bei den starken Kontrasten, der Stimmung voller Power, sofort nachvollziehen. Das Originalwerk für Blasorchester des jungen Komponisten Alexander Reuber über die sagenumwobene versunkene Insel lässt die einst stolzen Kriegernation wieder aufleben, das bunte Leben der Metropole und schließlich den Untergang. Enorme Spannung, fast verwirrende Vielfalt verschlungener Themen aller Register bot der Zug der Magier „Procession of the sorcerers“ (Robert Buckley), und die wahrhaft mystische Prozession mit geheimnisvollem Rhythmus erzeugte Bilder von Gauklern, Feen und Einhörnern auf dem Weg zum Zauberschloss Merlins. Das Prachtstück hatte man sich zum Schluss aufgehoben, den „Zauberer von Oz“. Das meisterhafte Arrangement für Bläser (James Barnes) nach der Musik des Filmklassikers entführte ins Märchenland, erzählte musikalisch und voller Überraschungen die fantastische Reise von Dorothy, wobei auch einmal die Bässe in den Vordergrund traten.
    Beschwingt, „Somewhere over the Rainbow“ summend, verabschiedete man sich, doch die Begeisterung für Markus Thaler und seine Musiker verlangte eine Zugabe. Der starke Marsch „Schwert und Lanze“ in modernisierter Fassung war ein temperamentvoller Ausklang der Serenade, die eine tolle Sommersaison der Harmoniemusik erwarten lässt. (wil)


    Einen beeindruckenden Auftritt lieferte die Harmoniemusik Füssen unter Dirigent Markus Thaler bei ihrer Serenade im Klosterhof.